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Am 27. und 28. Februar 2018 fand das erste zweitägige Führungskräfteseminar „Gesundheitsprävention – Mitmachen, Nachmachen, Selbermachen“ in Bad Zwischenahn statt. Zwei Dutzend TeilnehmerInnen informierten sich über Chancen und Herausforderungen im Bereich Gesundheitsprävention und -management und absolvierten auch selbst die eine oder andere Bewegungsübung.

Vorbeugen ist besser als Heilen – was der Volksmund schon lange weiß, wurde in den letzten Jahren auch zunehmend Thema in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Ob Krankenkassen mit Bonusprogrammen, Zusatzausbildungen für Mediziner oder die Auflage eines Präventionsgesetzes: Gesundheitsprävention und -management nehmen einen immer breiteren Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Die Rolle der Städte, Gemeinden und Samtgemeinden als Schnittstelle unterschiedlicher Zielgruppen beim Thema Gesundheitsprävention wird dabei auch immer ausschlaggebender. Sie dienen als Impulsgeber und stehen in der Verantwortung, gesundheitsförderliche Angebote zu koordinieren.

Wie erreiche ich Bürgerinnen und Bürger – Kinder, Senioren, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, auf dem Bauhof und der Kindertagesstätte? Wie kann ich sie für Gesundheitsprävention motivieren? Und was kann ich eigentlich für meine eigene Gesundheit tun, um mit gutem Beispiel voranzugehen? Im zweitägigen Workshop, den der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund in Kooperation mit der AOK Niedersachsen im Rahmen des Projekts Gemeinde 5.0 durchführte, gab es Antworten auf diese Fragen.

Carsten Hammler, Geschäftsführer Gesundheitsmanagement Prävention und Björn Sassenhausen, Fachreferent Prävention und Gesundheitsmanagement von der AOK Niedersachsen erläuterten u. a. den Leitfaden Prävention, Möglichkeiten der Förderung im Setting Kommune, die Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung. Zudem gaben sie Tipps zu Angeboten der Krankenkassen im Bereich Gesundheitsprävention und-management und zu einem erfolgreichen Gesundheitsförderungsprozess vor Ort.

Wie sich Gesundheitsprävention konkret in den Kommunen umsetzen lässt, wurde den TeilnehmerInnen im Rahmen des Workshops an unterschiedlichen Beispielen aufgezeigt: So stellte Klaus Groß, Bürgermeister der Stadt Westerstede, beispielsweise die Apothekervilla vor, die sich als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger für das Gesundheitswesen etabliert hat. Wolfgang Reuter, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Management und Bildung präsentierte das Konzept der „Gesunden Gemeinde“, nach dem Gesundheitsprävention nur gelingt, wenn das Gesundheitsbewusstsein gestärkt, gesundheitsförderliche Angebote geschaffen und Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsaktionen gefördert werden. Susanne Schröer und Susanne Goy, KTD Kommunaltreuhand Deutschland, rundeten das Programm durch kleine effektive Bewegungsübungen ab, die sich schnell und einfach in den Alltag integrieren lassen.

Der Workshop traf auf große Zustimmung. Weitere Termine folgen.