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Auch 2018 möchten wir Ihnen wieder spannende und interessante Beispiele aus Niedersachsen vorstellen und Ihnen entlang der Themen: Bauen, Leben, Arbeiten, Wohnen und Lernen an konkreten Beispielen zeigen, wie innovativ und einzigartig in den ländlichen Regionen Niedersachsens agiert wird.

Die vierte Exkursion der Allianz Ländlicher Raum führt in diesem Jahr in die Region Südheide. Neben sog. „hidden champions“ werden wir Motivationen für Aktivitäten, Unternehmensphilosophien, kommunale Handlungsspielräume, Beispiele für Baukultur sowie der Harmonisierung von Naturschutz und Erschließung durch Wegebau und vieles mehr direkt vor Ort erleben. Wir möchten Ihnen damit Anregungen und Diskussionsgrundlagen für eigene Ideen geben, denn am authentischsten sind gute Beispiele erfahrbar, wenn sie persönlich durch Bereisung und Besichtigung in Augenschein genommen werden, sprich durch fachlich geführte Exkursionen.

Die Begleitung der einzelnen Exkursionstage erfolgt durch Vertreter der Allianz Ländlicher Raum, wobei die konkreten guten Beispiele sowie deren Entstehungsgeschichte, Hintergründe, Finanzierung aber auch Hemmnisse von den Projektträgern selbst vorgestellt werden.

Begleiten Sie uns am 16. August 2018 nach Wittingen, Hankensbüttel, Steinhorst und Eldingen und kommen Sie mit regionalen und lokalen Akteuren ins Gespräch.

Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Flyer "Zukunftsblicke" inkl. Programm

Am 27. und 28. Februar 2018 fand das erste zweitägige Führungskräfteseminar „Gesundheitsprävention – Mitmachen, Nachmachen, Selbermachen“ in Bad Zwischenahn statt. Zwei Dutzend TeilnehmerInnen informierten sich über Chancen und Herausforderungen im Bereich Gesundheitsprävention und -management und absolvierten auch selbst die eine oder andere Bewegungsübung.

Vorbeugen ist besser als Heilen – was der Volksmund schon lange weiß, wurde in den letzten Jahren auch zunehmend Thema in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Ob Krankenkassen mit Bonusprogrammen, Zusatzausbildungen für Mediziner oder die Auflage eines Präventionsgesetzes: Gesundheitsprävention und -management nehmen einen immer breiteren Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Die Rolle der Städte, Gemeinden und Samtgemeinden als Schnittstelle unterschiedlicher Zielgruppen beim Thema Gesundheitsprävention wird dabei auch immer ausschlaggebender. Sie dienen als Impulsgeber und stehen in der Verantwortung, gesundheitsförderliche Angebote zu koordinieren.

Wie erreiche ich Bürgerinnen und Bürger – Kinder, Senioren, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, auf dem Bauhof und der Kindertagesstätte? Wie kann ich sie für Gesundheitsprävention motivieren? Und was kann ich eigentlich für meine eigene Gesundheit tun, um mit gutem Beispiel voranzugehen? Im zweitägigen Workshop, den der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund in Kooperation mit der AOK Niedersachsen im Rahmen des Projekts Gemeinde 5.0 durchführte, gab es Antworten auf diese Fragen.

Carsten Hammler, Geschäftsführer Gesundheitsmanagement Prävention und Björn Sassenhausen, Fachreferent Prävention und Gesundheitsmanagement von der AOK Niedersachsen erläuterten u. a. den Leitfaden Prävention, Möglichkeiten der Förderung im Setting Kommune, die Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung. Zudem gaben sie Tipps zu Angeboten der Krankenkassen im Bereich Gesundheitsprävention und-management und zu einem erfolgreichen Gesundheitsförderungsprozess vor Ort.

Wie sich Gesundheitsprävention konkret in den Kommunen umsetzen lässt, wurde den TeilnehmerInnen im Rahmen des Workshops an unterschiedlichen Beispielen aufgezeigt: So stellte Klaus Groß, Bürgermeister der Stadt Westerstede, beispielsweise die Apothekervilla vor, die sich als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger für das Gesundheitswesen etabliert hat. Wolfgang Reuter, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Management und Bildung präsentierte das Konzept der „Gesunden Gemeinde“, nach dem Gesundheitsprävention nur gelingt, wenn das Gesundheitsbewusstsein gestärkt, gesundheitsförderliche Angebote geschaffen und Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsaktionen gefördert werden. Susanne Schröer und Susanne Goy, KTD Kommunaltreuhand Deutschland, rundeten das Programm durch kleine effektive Bewegungsübungen ab, die sich schnell und einfach in den Alltag integrieren lassen.

Der Workshop traf auf große Zustimmung. Weitere Termine folgen.

Logo ProjektnetzwerkDie niedersächsischen Kommunen stehen in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des fortschreitenden Strukturwandels vor grundlegenden Herausforderungen. Diese werden zu merklichen Auswirkungen und Veränderungen führen, die in den einzelnen Regionen durchaus unterschiedlich verlaufen werden.

Der Pool zur IMPULS-Moderation erweitert den Rahmen des NSGB-Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 dahingehend, die niedersächsischen Kommunen bei der Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen sowie bei dessen Zukunftsarbeit interaktiv und zielführend vor Ort zu unterstützen.

Als Bestandteil des Projektnetzwerks Ländliche Räume ist der Pool zur IMPULS-Moderation ein Gemeinschaftsprojekt des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der drei kommunalen Spitzenverbände.

In der interaktiven Datenbank des Projektnetzwerks finden sich zahlreiche Best Practice-Projekte aus den ländlichen Räumen Niedersachsens, insbesondere aus dem Bereich der Daseinsvorsorge. Die Datenbasis bilden Projekte, die sich im Rahmen des „Zukunftsforums Niedersachsen“, der Initiative „Gemeinde 5.0“ und des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ als beste Beispiele hervorgetan haben. Weitere Projekte werden fortlaufend ergänzt. Über eine Suchfunktion können die Best Practice-Projekte thematisch und räumlich eingegrenzt und beispielsweise nach Problemstellungen, Zielgruppen oder Projektträgern gefiltert werden. Wo weitergehende Unterstützung benötigt wird, werden die guten Beispiele ländlicher Entwicklungspraxis im Rahmen des Pools zur IMPULS-Moderation mittels bedarfsorientierter Veranstaltungen in die Fläche transportiert. Federführend ist hierbei der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund.

Im Rahmen der IMPULS-Moderation werden Veranstaltungen, passend zur Frage- oder Problemstellung der jeweiligen Kommune, dezentral durchgeführt, um Veränderungsprozesse vor Ort zu unterstützen. Mithilfe der Praxiserfahrung einzelner ModeratorInnen und ReferentInnen, werden in der Kommune erste Impulse für mögliche Maßnahmen aufgezeigt, lokale Umsetzungspotenziale reflektiert und Entwicklungsziele definiert bzw. verfeinert.

Der Pool zur IMPULS-Moderation ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut. Die interessierten Kommunen können sowohl über die thematische Ausrichtung als auch über den Umfang und die Form der Veranstaltung entscheiden. Die Veranstaltungen werden ganz individuell vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund in enger Abstimmung mit der interessierten Kommune entwickelt. Dabei wird auf den eigens zusammengestellten ModeratorInnen- und ReferentInnen-Pool sowie auf die Best Practice- Datenbank des Projektnetzwerks zugegriffen.

Ziel des Pools zur IMPULS-Moderation ist es, individuell auf die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse der niedersächsischen Kommunen einzugehen, um sie bei der Findung und Entwicklung lokaler Strategien im demografischen Wandel zu begleiten.

Projektauftakt Gemeinde 5.0 - Phase II

von Volker Benke

Es war überaus sommerlich als gut 30 an der Zukunft der Gemeinden Interessierte im Gasthaus Meyer am Rande des hannoverschen Zoos zusammen kamen, um über die Gemeinden der Zukunft und vor allem des ländlichen Raums angesichts der auf uns zukommenden Probleme zu diskutieren und Vorträge der Projektpartner des Zukunftsprojektes Gemeinde 5.0 anzuhören.

Es war der Auftakt zur zweiten Phase des Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 – gelungen nicht nur wegen des Wetters und des Ortes am Rande des Erlebniszoos Hannover, sondern auch wegen der durchweg guten Beiträge der Projektpartner zur Lage der Gemeinden im Jahr 2050. Das ist zwar noch weit hin, aber nicht nur die Zeit rast, noch mehr Geschwindigkeit aufgenommen haben die Entwicklungen, die das Leben der Gemeinden und ihrer Bürger im Jahr 2050 bestimmen werden. Man kann nicht früh genug danach fragen, wie die Gemeinden im Jahr 2050 aussehen werden und was die Menschen auf dem Weg in diese Zukunft bewegen wird.

Zu Recht und deutlich wies der Präsident des Niedersächsischen  Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, darauf hin,  dass  in der Politik die große Vision für die Zukunft noch fehle, den großen Sprung sehe er auch nicht. Dem NSGB und seinem Projekt Gemeinde 5.0 gehe es dagegen schon jetzt darum, den ländlichen Raum auf die Zukunft vorzubereiten und diese  Zukunft aktiv zu gestalten, zu sehen, wie er den demografischen Wandel schafft, wie er mit dem Klimawandel leben kann, wie sich Leben und Arbeiten gestalten und wie der Energiewandel das Leben beeinflusst. Die Frage dränge sich auf, was man alles kann machen und wie man gute Ideen in den ländlichen Raum transferieren kann.

Vertretern der Projektpartner von AOK, Deutschen Post, EWE, von Fraunhofer Fokus, der Niedersächsischen Landgesellschaft, dem Sparkassenverband Niedersachsen, dem Unternehmen Sweco und der VGH gelang es, Visionen für diese Zukunft sehr plastisch aufzuzeigen und dabei ihre besondere Rolle herauszustellen. Natürlich kommt der AOK dabei eine wichtige präventive Aufgabe zu und ebenso muss auch die Post der Zukunft in der Gemeinde der Zukunft eine besondere Rolle spielen und darf die Gemeinden in der Fläche nicht zugunsten internationaler Verflechtungen im Stich lassen. Immerhin glänzt die Deutsche Post schon jetzt mit einem Projekt, das die großen Autobauer so nicht geschafft haben, sie produziert Elektroautos und setzt sie massiv ein. Er wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Post mal Autos bauen und vertreiben würde, sagte der Vertreter der Deutsche Post.

Und ebenso natürlich kommt einem dem flachen Land eng verbundenen Energieunternehmen wie EWE eine wichtige Aufgabe zu, die Energie der Zukunft vor Ort zu produzieren, auch um die Menschen im ländlichen Raum zu halten. Am Beispiel der Gemeinde Nordkehdingen zeigte der EWE-Vertreter, was man alles machen kann. Leben und Arbeiten im ländlichen Raum erhalten und ausbauen sei das Ziel.

Gleiches gilt für Fraunhofer Fokus, Teil der größten europäischen Forschungseinrichtung, die für vernetzte Sicherheit, als wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl sorgen will. Naheliegend ist, dass sich die Niedersächsische Landesgesellschaft um Wohnprojekte der Zukunft kümmert, um eine neue Dezentralisierung, um Urbanität im ländlichen Raum, um die Vernetzung bestehender Infrastrukturen. Eine wichtige Aufgabe wird auch dem Sparkassenverband zukommen bei der Demografieberatung und einer entsprechenden Finanzplanung und dem Ziel, alles planbarer und transparenter zu gestalten. Sweco schließlich will den Städten und Gemeinden aktiv beim Weg in die Zukunft helfen mit ihrer Rolle auf der Schnittstelle zwischen Stadt, Land, Gesellschaft und Infrastruktur. Ihr Ziel ist es Planung nah an die Menschen zu bringen. Bleibt noch die VGH mit ihrem Beitrag „Augen auf für nebenan“, aber auch mit KATWARN.

Es war ein überaus gelungener Auftakt. Jetzt heißt es dran bleiben, weiter so aktiv in die Zukunft blicken und dem ländlichen Raum jede Sorge vor der Zukunft nehmen.