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Logo ProjektnetzwerkDie niedersächsischen Kommunen stehen in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des fortschreitenden Strukturwandels vor grundlegenden Herausforderungen. Diese werden zu merklichen Auswirkungen und Veränderungen führen, die in den einzelnen Regionen durchaus unterschiedlich verlaufen werden.

Der Pool zur IMPULS-Moderation erweitert den Rahmen des NSGB-Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 dahingehend, die niedersächsischen Kommunen bei der Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen sowie bei dessen Zukunftsarbeit interaktiv und zielführend vor Ort zu unterstützen.

Als Bestandteil des Projektnetzwerks Ländliche Räume ist der Pool zur IMPULS-Moderation ein Gemeinschaftsprojekt der Niedersächsischen Staatskanzlei, des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der drei kommunalen Spitzenverbände.

In der interaktiven Datenbank des Projektnetzwerks finden sich zahlreiche Best Practice-Projekte aus den ländlichen Räumen Niedersachsens, insbesondere aus dem Bereich der Daseinsvorsorge. Die Datenbasis bilden Projekte, die sich im Rahmen des „Zukunftsforums Niedersachsen“, der Initiative „Gemeinde 5.0“ und des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ als beste Beispiele hervorgetan haben. Weitere Projekte werden fortlaufend ergänzt. Über eine Suchfunktion können die Best Practice-Projekte thematisch und räumlich eingegrenzt und beispielsweise nach Problemstellungen, Zielgruppen oder Projektträgern gefiltert werden. Wo weitergehende Unterstützung benötigt wird, werden die guten Beispiele ländlicher Entwicklungspraxis im Rahmen des Pools zur IMPULS-Moderation mittels bedarfsorientierter Veranstaltungen in die Fläche transportiert. Federführend ist hierbei der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund.

Im Rahmen der IMPULS-Moderation werden Veranstaltungen, passend zur Frage- oder Problemstellung der jeweiligen Kommune, dezentral durchgeführt, um Veränderungsprozesse vor Ort zu unterstützen. Mithilfe der Praxiserfahrung einzelner ModeratorInnen und ReferentInnen, werden in der Kommune erste Impulse für mögliche Maßnahmen aufgezeigt, lokale Umsetzungspotenziale reflektiert und Entwicklungsziele definiert bzw. verfeinert.

Der Pool zur IMPULS-Moderation ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut. Die interessierten Kommunen können sowohl über die thematische Ausrichtung als auch über den Umfang und die Form der Veranstaltung entscheiden. Die Veranstaltungen werden ganz individuell vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund in enger Abstimmung mit der interessierten Kommune entwickelt. Dabei wird auf den eigens zusammengestellten ModeratorInnen- und ReferentInnen-Pool sowie auf die Best Practice- Datenbank des Projektnetzwerks zugegriffen.

Ziel des Pools zur IMPULS-Moderation ist es, individuell auf die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse der niedersächsischen Kommunen einzugehen, um sie bei der Findung und Entwicklung lokaler Strategien im demografischen Wandel zu begleiten.

Projektauftakt Gemeinde 5.0 - Phase II

von Volker Benke

Es war überaus sommerlich als gut 30 an der Zukunft der Gemeinden Interessierte im Gasthaus Meyer am Rande des hannoverschen Zoos zusammen kamen, um über die Gemeinden der Zukunft und vor allem des ländlichen Raums angesichts der auf uns zukommenden Probleme zu diskutieren und Vorträge der Projektpartner des Zukunftsprojektes Gemeinde 5.0 anzuhören.

Es war der Auftakt zur zweiten Phase des Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 – gelungen nicht nur wegen des Wetters und des Ortes am Rande des Erlebniszoos Hannover, sondern auch wegen der durchweg guten Beiträge der Projektpartner zur Lage der Gemeinden im Jahr 2050. Das ist zwar noch weit hin, aber nicht nur die Zeit rast, noch mehr Geschwindigkeit aufgenommen haben die Entwicklungen, die das Leben der Gemeinden und ihrer Bürger im Jahr 2050 bestimmen werden. Man kann nicht früh genug danach fragen, wie die Gemeinden im Jahr 2050 aussehen werden und was die Menschen auf dem Weg in diese Zukunft bewegen wird.

Zu Recht und deutlich wies der Präsident des Niedersächsischen  Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, darauf hin,  dass  in der Politik die große Vision für die Zukunft noch fehle, den großen Sprung sehe er auch nicht. Dem NSGB und seinem Projekt Gemeinde 5.0 gehe es dagegen schon jetzt darum, den ländlichen Raum auf die Zukunft vorzubereiten und diese  Zukunft aktiv zu gestalten, zu sehen, wie er den demografischen Wandel schafft, wie er mit dem Klimawandel leben kann, wie sich Leben und Arbeiten gestalten und wie der Energiewandel das Leben beeinflusst. Die Frage dränge sich auf, was man alles kann machen und wie man gute Ideen in den ländlichen Raum transferieren kann.

Vertretern der Projektpartner von AOK, Deutschen Post, EWE, von Fraunhofer Fokus, der Niedersächsischen Landgesellschaft, dem Sparkassenverband Niedersachsen, dem Unternehmen Sweco und der VGH gelang es, Visionen für diese Zukunft sehr plastisch aufzuzeigen und dabei ihre besondere Rolle herauszustellen. Natürlich kommt der AOK dabei eine wichtige präventive Aufgabe zu und ebenso muss auch die Post der Zukunft in der Gemeinde der Zukunft eine besondere Rolle spielen und darf die Gemeinden in der Fläche nicht zugunsten internationaler Verflechtungen im Stich lassen. Immerhin glänzt die Deutsche Post schon jetzt mit einem Projekt, das die großen Autobauer so nicht geschafft haben, sie produziert Elektroautos und setzt sie massiv ein. Er wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Post mal Autos bauen und vertreiben würde, sagte der Vertreter der Deutsche Post.

Und ebenso natürlich kommt einem dem flachen Land eng verbundenen Energieunternehmen wie EWE eine wichtige Aufgabe zu, die Energie der Zukunft vor Ort zu produzieren, auch um die Menschen im ländlichen Raum zu halten. Am Beispiel der Gemeinde Nordkehdingen zeigte der EWE-Vertreter, was man alles machen kann. Leben und Arbeiten im ländlichen Raum erhalten und ausbauen sei das Ziel.

Gleiches gilt für Fraunhofer Fokus, Teil der größten europäischen Forschungseinrichtung, die für vernetzte Sicherheit, als wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl sorgen will. Naheliegend ist, dass sich die Niedersächsische Landesgesellschaft um Wohnprojekte der Zukunft kümmert, um eine neue Dezentralisierung, um Urbanität im ländlichen Raum, um die Vernetzung bestehender Infrastrukturen. Eine wichtige Aufgabe wird auch dem Sparkassenverband zukommen bei der Demografieberatung und einer entsprechenden Finanzplanung und dem Ziel, alles planbarer und transparenter zu gestalten. Sweco schließlich will den Städten und Gemeinden aktiv beim Weg in die Zukunft helfen mit ihrer Rolle auf der Schnittstelle zwischen Stadt, Land, Gesellschaft und Infrastruktur. Ihr Ziel ist es Planung nah an die Menschen zu bringen. Bleibt noch die VGH mit ihrem Beitrag „Augen auf für nebenan“, aber auch mit KATWARN.

Es war ein überaus gelungener Auftakt. Jetzt heißt es dran bleiben, weiter so aktiv in die Zukunft blicken und dem ländlichen Raum jede Sorge vor der Zukunft nehmen.

Logo NEUAm Anfang des Prozesses stehen die Worte von Karl Popper „Die Zukunft ist offen“. Aufgaben- und Problemstellungen können wir nur erahnen; die Entwicklung wird anders verlaufen – mehr oder weniger. Und je weiter der Blick in die Zukunft geht, desto „mutiger“ müssen auch die Lösungsansätze sein.

Gemeinde 5.0 wurde 2014 vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen und dient den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden seither als Hilfestellung für Zukunftsfragen. Mittlerweile können wir auf drei Jahre Projektarbeit zurückblicken: Es wurden Zukunftsprojekte gesammelt, verschiedenste Projektpartnerprojekte entwickelt und realisiert, Zukunftsvisionen entworfen und diverse Veranstaltungen und Fachexkursionen durchgeführt.

Um die niedersächsischen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden auch weiterhin bei der Bewältigung von herausragenden Zukunftsthemen zu begleiten, wird Gemeinde 5.0 innerhalb einer weiteren dreijährigen Projektphase fortgesetzt. Ziel der zweiten Projektphase ist es, den Transfer guter Ideen in den ländlichen Raum zu befördern, verschiedenste Akteure miteinander zu vernetzen und gemeinsam alternative Lösungsansätze zu entwickeln, die gleichzeitig konkret in der Praxis erprobt werden.

Eine wesentlicher Bestandteil der zweiten Projektphase ist u. a. die Umsetzung konkreter zukunftsweisender Projekte mit unseren Projektpartnern. Jeder Projektpartner beschäftigt sich dabei mit einem eigenen individuellen Zukunftsthema. So verschieden die Projektpartner sind, desto themenübergreifend sind auch die Projekte.

Hier finden Sie die einzelnen Projektpartner- Projekte:

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Unsere Projektpartner unterstützen das Projekt inhaltlich und tragen maßgeblich zur Finanzierung bei, hierfür herzlichen Dank!  

Gemeinde 5.0 ist und bleibt spannend - aber sehen Sie selbst: Die Zukunft ist offen.

3. Regionaler Exkursionstag der Allianz Ländlicher Raum

Unter dem Motto „Zukunftsblick(e) – Lebendige Beispiele im ländlichen Raum“ fand in diesem Jahr die dritte Exkursion der Allianz Ländlicher Raum im Projekt Gemeinde 5.0 statt. Diesmal führte die Reise in die südliche Weser-Ems Region, in der unterschiedliche gute Bespiele ländlicher Entwicklungspraxis besichtigt wurden. Die ausgewählten Projekte, die vor Ort von den Projektverantwortlichen vorgestellt wurden, dienten den 35 ExkursionsteilnehmerInnen als Anregung und Diskussionsgrundlage eigener Projektideen.

Startpunkt der Exkursion war das Rathaus Bissendorf, welches seit seinem Neubau als lebendiges Zentrum für die BürgerInnen in Bissendorf, zugleich aber auch als solider Rahmen für Politik fungiert. Das Ensemble des Rathausneubaus bildet dabei zwei Stadträume aus, die sich wechselseitig bedingen und sowohl die angrenzende Kirche als auch die regionale Baukultur mit einbeziehen.

Anschließend ging es mit dem Bus zum VeranstaltungsZENTRUM Schwagstorf in die Gemeinde Ostercappeln. Hier ermöglichte eine Neukonzeption die komplette Sanierung der Mehrzweckhalle unter Berücksichtigung der heutigen klimatechnischen und veranstaltungsgerechten Anforderungen.

In Lohne-Kroge besichtigten die TeilnehmerInnen das Familienunternehmen Krogmann Holzbau. Vor dem Hintergrund einer baulichen Selbstdarstellung der Unternehmensphilosophie, entstand hier ein „Headquarter“ mit hoher architektonischer und städtebaulicher Attraktivität, in dem Büroräume untergebracht sind. Das Gebäude, das im architektonischen und ökologischen Einklang mit seiner Umwelt steht, war im Jahr 2010 für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur nominiert. Vor Ort wurde zudem das Mobilitätskonzept Moobil + des Landkreises Vechta vorgestellt.

In der Gemeinde Bohmte stand das EU-Projekt Shared Space im Fokus, welches sich durch die Aufhebung der herkömmlichen Trennung der verschiedenen räumlichen Funktionen und Verkehrsarten auszeichnet. Durch fehlende Verkehrsschilder müssen Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer miteinander kommunizieren mit dem Ergebnis verstärkter Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer und verringerter Durchfahrtsgeschwindigkeiten.

Sodann ging es nach Bad Essen zu Höger´s Hotel und Restaurant. Durch die Sanierung von alten Fachwerkhäusern und den Bau von Neubauten, wird im Hotel Höger´s Tradition mit Moderne verknüpft.

Zum Abschluss gab es eine Werksführung durch die Bettfedernfabrik Agro International, ebenfalls in Bad Essen. Als einer der führenden Hersteller weltweit entwickelt und produziert Agro hochwertige Federkerne für die Matratzen- und Möbelpolsterindustrie.

Mit dem 3. Regionalen Exkursionstag ist es wiederum gelungen, gute und innovative Beispiele ländlicher Entwicklungspraxis sichtbar und besondere Qualitäten von Projekten erfahrbar zu machen. Wir danken allen Projektträgern für die Möglichkeit, einen Einblick in die guten Beispiele sowie deren Genese bekommen zu haben.

Auch in 2018 wird es eine Neuauflage eines dann 4. Regionalen Exkursionstages der Allianz Ländlicher Raum geben.

Fotos: Franke, Küster, Schwind

Ein Gemeinschaftsprojekt vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen und den VGH Versicherungen

Start der Aktion "Augen auf für nebenan" auf der Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds (NSGB) in Harsefeld, Landkreis Stade, v. l. Dr. Marco Trips, Präsident NSGB, Dr. Uwe Grabosch, VGH und Innenminister Boris Pistorius

Ein partnerschaftliches Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Kriminalitätsverhütung und – bekämpfung. Vor diesem Hintergrund wurde die Aktion „Augen auf für nebenan“ bereits im Jahr 1994 vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB) in Zusammenarbeit den VGH Versicherungen gestartet und vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dem Deutschen Städtetag (DST), der Polizei und der Versicherungswirtschaft unterstützt. Nun soll die Aktion im Rahmen des NSGB-Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 wieder aufleben.

Ziel der Initiative ist es, das Verantwortungsbewusstsein und die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft zu stärken, um Einbrüchen vorzubeugen. Zwar helfen Schutzmaßnahmen an Türen und Fenstern, aber die wachsamen Augen der Nachbarn sind durch nichts zu ersetzen. Aktionsaufkleber an Haus- und Wohnungstüren, Briefkästen und Fenstern signalisieren den Menschen, dass sie nicht anonym nebeneinander, sondern nachbarschaftlich miteinander leben.

Mit der Gemeinschaftsaktion „Augen auf für nebenan“ signalisieren Sie eine aktive und aufmerksame Nachbarschaft!

Pressemitteilung "Startschuss Augen auf für nebenan"

Pressemitteilung "Tag des Einbruchschutzes - Einbrüche vermeiden"

Hier können Sie die Postkarten mit den Aktionsaufklebern und den Hinweisen zu Einbruchsschutzmaßnahmen anfordern:

Postkarte "Augen auf für nebenan"