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Projektauftakt Gemeinde 5.0 - Phase II

von Volker Benke

Es war überaus sommerlich als gut 30 an der Zukunft der Gemeinden Interessierte im Gasthaus Meyer am Rande des hannoverschen Zoos zusammen kamen, um über die Gemeinden der Zukunft und vor allem des ländlichen Raums angesichts der auf uns zukommenden Probleme zu diskutieren und Vorträge der Projektpartner des Zukunftsprojektes Gemeinde 5.0 anzuhören.

Es war der Auftakt zur zweiten Phase des Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 – gelungen nicht nur wegen des Wetters und des Ortes am Rande des Erlebniszoos Hannover, sondern auch wegen der durchweg guten Beiträge der Projektpartner zur Lage der Gemeinden im Jahr 2050. Das ist zwar noch weit hin, aber nicht nur die Zeit rast, noch mehr Geschwindigkeit aufgenommen haben die Entwicklungen, die das Leben der Gemeinden und ihrer Bürger im Jahr 2050 bestimmen werden. Man kann nicht früh genug danach fragen, wie die Gemeinden im Jahr 2050 aussehen werden und was die Menschen auf dem Weg in diese Zukunft bewegen wird.

Zu Recht und deutlich wies der Präsident des Niedersächsischen  Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, darauf hin,  dass  in der Politik die große Vision für die Zukunft noch fehle, den großen Sprung sehe er auch nicht. Dem NSGB und seinem Projekt Gemeinde 5.0 gehe es dagegen schon jetzt darum, den ländlichen Raum auf die Zukunft vorzubereiten und diese  Zukunft aktiv zu gestalten, zu sehen, wie er den demografischen Wandel schafft, wie er mit dem Klimawandel leben kann, wie sich Leben und Arbeiten gestalten und wie der Energiewandel das Leben beeinflusst. Die Frage dränge sich auf, was man alles kann machen und wie man gute Ideen in den ländlichen Raum transferieren kann.

Vertretern der Projektpartner von AOK, Deutschen Post, EWE, von Fraunhofer Fokus, der Niedersächsischen Landgesellschaft, dem Sparkassenverband Niedersachsen, dem Unternehmen Sweco und der VGH gelang es, Visionen für diese Zukunft sehr plastisch aufzuzeigen und dabei ihre besondere Rolle herauszustellen. Natürlich kommt der AOK dabei eine wichtige präventive Aufgabe zu und ebenso muss auch die Post der Zukunft in der Gemeinde der Zukunft eine besondere Rolle spielen und darf die Gemeinden in der Fläche nicht zugunsten internationaler Verflechtungen im Stich lassen. Immerhin glänzt die Deutsche Post schon jetzt mit einem Projekt, das die großen Autobauer so nicht geschafft haben, sie produziert Elektroautos und setzt sie massiv ein. Er wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Post mal Autos bauen und vertreiben würde, sagte der Vertreter der Deutsche Post.

Und ebenso natürlich kommt einem dem flachen Land eng verbundenen Energieunternehmen wie EWE eine wichtige Aufgabe zu, die Energie der Zukunft vor Ort zu produzieren, auch um die Menschen im ländlichen Raum zu halten. Am Beispiel der Gemeinde Nordkehdingen zeigte der EWE-Vertreter, was man alles machen kann. Leben und Arbeiten im ländlichen Raum erhalten und ausbauen sei das Ziel.

Gleiches gilt für Fraunhofer Fokus, Teil der größten europäischen Forschungseinrichtung, die für vernetzte Sicherheit, als wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl sorgen will. Naheliegend ist, dass sich die Niedersächsische Landesgesellschaft um Wohnprojekte der Zukunft kümmert, um eine neue Dezentralisierung, um Urbanität im ländlichen Raum, um die Vernetzung bestehender Infrastrukturen. Eine wichtige Aufgabe wird auch dem Sparkassenverband zukommen bei der Demografieberatung und einer entsprechenden Finanzplanung und dem Ziel, alles planbarer und transparenter zu gestalten. Sweco schließlich will den Städten und Gemeinden aktiv beim Weg in die Zukunft helfen mit ihrer Rolle auf der Schnittstelle zwischen Stadt, Land, Gesellschaft und Infrastruktur. Ihr Ziel ist es Planung nah an die Menschen zu bringen. Bleibt noch die VGH mit ihrem Beitrag „Augen auf für nebenan“, aber auch mit KATWARN.

Es war ein überaus gelungener Auftakt. Jetzt heißt es dran bleiben, weiter so aktiv in die Zukunft blicken und dem ländlichen Raum jede Sorge vor der Zukunft nehmen.