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Ein Gemeinschaftsprojekt vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen und den VGH Versicherungen

Start der Aktion "Augen auf für nebenan" auf der Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds (NSGB) in Harsefeld, Landkreis Stade, v. l. Dr. Marco Trips, Präsident NSGB, Dr. Uwe Grabosch, VGH und Innenminister Boris Pistorius

Ein partnerschaftliches Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Kriminalitätsverhütung und – bekämpfung. Vor diesem Hintergrund wurde die Aktion „Augen auf für nebenan“ bereits im Jahr 1994 vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB) in Zusammenarbeit den VGH Versicherungen gestartet und vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dem Deutschen Städtetag (DST), der Polizei und der Versicherungswirtschaft unterstützt. Nun soll die Aktion im Rahmen des NSGB-Zukunftsprojekts Gemeinde 5.0 wieder aufleben.

Ziel der Initiative ist es, das Verantwortungsbewusstsein und die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft zu stärken, um Einbrüchen vorzubeugen. Zwar helfen Schutzmaßnahmen an Türen und Fenstern, aber die wachsamen Augen der Nachbarn sind durch nichts zu ersetzen. Aktionsaufkleber an Haus- und Wohnungstüren, Briefkästen und Fenstern signalisieren den Menschen, dass sie nicht anonym nebeneinander, sondern nachbarschaftlich miteinander leben.

Mit der Gemeinschaftsaktion „Augen auf für nebenan“ signalisieren Sie eine aktive und aufmerksame Nachbarschaft!

Pressemitteilung "Startschuss Augen auf für nebenan"

Pressemitteilung "Tag des Einbruchschutzes - Einbrüche vermeiden"

Hier können Sie die Postkarten mit den Aktionsaufklebern und den Hinweisen zu Einbruchsschutzmaßnahmen anfordern:

Postkarte "Augen auf für nebenan"

Tagung der Allianz Ländlicher Raum

Das Thema der Digitalisierung trifft alle Lebensbereiche uns ist in aller Munde. In den meisten Fällen wird es vor allem mit städtischen Räumen und der Industrie erwähnt: Smart Cities und Industrie 4.0 sind bekannte Schlagworte. Welche Chancen und Risiken aber die Digitalisierung für ländliche Räume birgt und welche Herausforderungen hieraus für Kommunen und Wirtschaftsakteure resultieren, wurde im Rahmen der Tagung „Digitalisierung – Chancen und Risiken für ländliche Räume“ der Allianz Ländlicher Raum und des Vereins Wirtschaft in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg e. V. am 24. April 2017 erörtert. Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Bildung, die aus ganz Deutschland anreisten, lieferten den rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende Diskussionen aus unterschiedlichen Perspektiven zu Smart Rural Areas.

Einige Vorträge stehen unter www.alr-niedersachsen.de zum Download bereit.

Vertreter der Allianz Ländlicher Raum und Christoph Meinecke, Geschäftsführer vom Verein Wirtschaft in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg (2.v.l.) mit Staatssekretärin Birgit Honé (6.v.l) und einigen Referenten

Zukunft zum Anfassen: Innerhalb der Initiative CityNext entwickelt unser Projektpartner Microsoft weltweit Technologien, die Kommunen zu modernen Dienstleistern macht. Bei dem gemeinsamen Rundgang über den Microsoft-Messestand und dem anschließenden Meeting stand das Potenzial moderner Technologien und dessen wirksamer Einsatz in der kommunalen Verwaltung im Fokus. Intelligente Verkehrsleitsysteme, die Deutschland-Cloud und viele weitere digitale Techniken werden auch die Gemeinde 5.0 prägen.

                                                                                                                                           @ Urban Software Institute GmbH

Von links: Joe Macri (Vice President for Public Sector, Europe Middle East & Africa, Microsoft Corporation), Dr. Marco Trips (Präsident des Nds. Städte- und Gemeindebundes), Lena Franke (Projektmanagerin Gemeinde 5.0, Nds. Städte- und Gemeindebund), Renate Radon (Senior Director Public Sector, Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland), Prof. Dr. Lutz Heuser (Chief Technology Officer, Urban Software Institute), Magdalena Theisen (Business Development Manager Public Sector, Microsoft Deutschland), Thorsten Bullerdiek (Sprecher des Nds. Städte- und Gemeindebundes), Volker Wehmeier (Business Development Manager, Microsoft Deutschland) und Alexander Britz (Deputy General Manager, Microsoft Deutschland)

von Thorsten Bullerdiek

Bullerdiek Portrait FarbeHört man auf Meinungsforscher, Trend- und Zukunftsexperten, so ist einem seit vielen Jahren klar: Leben kann man nur in der Großstadt. Hier schlägt der Puls, hier ist alles, was man braucht. Schon jetzt und in der Zukunft sowieso. Täglich werden wir mit dieser bahnbrechenden Erkenntnis versorgt: „Der Trend geht in die Großstädte! Auf dem Land – da kannst Du einpacken, da gehen die Lichter aus.“ Warum? Letztendlich ist es, wie immer, eine Frage der Attraktivität des Angebotes, der Nachfrage und der Preise. Allerdings: Je mehr Menschen – verstärkt auch noch durch die zu uns kommenden Flüchtlinge – in die Großstädte drängen, umso mehr steigen die Preise, und die Attraktivität sinkt. Da helfen weder Mietpreisbremse noch weitere Hochhäuser – der Platz ist nun mal begrenzt. Es wird eng und enger.

Alternativen sind Trabantenstädte vor den Toren der Großstädte, die dann zwar deren Namen tragen (wie zum Beispiel in Paris oder Bremen), aber weniger Flair haben. Von denen kann man an schönen Tagen mit guten Augen oder einem Fernglas in weiter Ferne die Großstadt sehen. Schön ist es in diesen Trabantenstädten meistens nicht. Es sind eher Verwahranstalten, die dort entstanden sind, Ballungsräume mit hohen sozialen Spannungen, die in diesem Umfeld kaum aufgelöst werden können. Können wir damit zufrieden sein? Wollen wir verwaltet werden? Ist es unser Ziel, eingeengt in Wohnschachteln zu leben? Können wir so noch kreativ sein? Oder müssen wir uns die Frage stellen: Leben wir noch?

Wenn wir Freiräume entdecken und selbst mit Leben erfüllen wollen, dann müssen wir dringend auf‘s Land! Denn in der Großstadt wird es zu teuer, zu langweilig, zu kriminell werden, wenn die Räume enger werden. Drinnen, verwaltet und verwahrt ist ja keine wirkliche Alternative zu draußen und frei. Wenn wir das wollen, dann müssen wir aber auch bereit sein, mit anzupacken: Farbe rausholen und die Welt dort bunt und attraktiv gestalten, die Menschen mitnehmen, Perspektiven und ansprechende Möglichkeiten bieten, sich selbst zu verwirklichen. Wir sollten anfangen: Unis müssen sich öffnen, und ihre Studenten müssen raus aus der Großstadt. Praktika auf dem Land und Projektarbeiten mit Ideen und Konzepten für das Land sollten Pflicht sein in jedem Fach. Das Land profitiert dabei von den Studenten und umgekehrt.

Damit Großstädte atmen können, müssen sie – auch zum eigenen Vorteil – teilen lernen. Es reicht nicht, Dinge, die unangenehm sind, einfach aufs Land abzuschieben (wie zum Beispiel den Müll). Auch hier können Unis und die Politik mit gezielter Förderung für das Land den Großstädten und dem Land helfen. Unsere Chance liegt ganz klar auf der Hand – auf dem Land! Wir sollten schnell zugreifen!